Radsportverein Moosburg e.V.
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Tour zur Adria 2013

 

Ursprünglich war eine zweitägige Fahrt von Moosburg nach Grado geplant. Durch einen Erdrutsch am Felbertauerntunnel wurde dieses Vorhaben zunichte gemacht. So musste geschwind umgeplant werden. Da das Zimmer in Lienz schon gebucht war und um nicht mit dem Glocknerkönig zu kollidieren wurde der Freitag als zusätzlicher Tag dazu genommen und das Vorhaben auf drei Tage erweitert. Aber auch die für dieses Vorhaben geplante Strecke musste nochmal verändert werden, da durch das Hochwasser, das auch unserer RTF zur Absage brachte, Streckenteile in Österreich noch gesperrt waren.

Tag 1:  Moosburg – Bruck an der Glocknerstrasse (218 km – 2.158 hm)

Gestartet wurde Auf dem Plan um 6.30 Uhr bei herrlich blauem Himmel. Es ging auf uns bekannten Straßen Richtung Taufkirchen und von dort weiter auf recht abgelegen Wegen über Gars am Inn nach Seebruck am Chiemsee. Bereits auf dem Weg dorthin wurden ordentlich Höhenmeter eingesammelt. Leider intensivierte sich der Verkehr zwischen Chiemsee und Siegsdorf, wo wir auf das Befahren von  größeren Straßen angewiesen waren, da zum Teil noch Behinderungen durch das Hochwasser bestanden. Von Siegsdorf aus, wo wir einen kurzen Verpflegungsstopp an unserem vom Autohaus Renner zur Verfügung gestellten Transit machten, ging es weiter, auf wieder abgelegenen Straßen, Richtung Inzell, um dann am Steinpass die Grenze nach Österreich zu überqueren.  In Lofer drehten wir dann nach Westen ab, um das Pillerseetal noch mitzunehmen, der direkte Weg Richtung Saalfelden erschien uns zu kurz für den ersten Tag, man will ja schließlich was sehen von der Welt. Zuletzt führte uns unsere Route noch am östlichen Ufer des Zeller Sees vorbei, zu unserem Etappenziel Bruck an der Großglocknerstraße.
Details der Strecke


Tag 2: Bruck – Lienz (90 km – 2.300 hm)

Heute stand die vermeintliche Königsetappe auf dem Plan, der Großglockner. Von Beginn an bergauf, erst flach, dann eine kurze Rampe um nochmal kurz verschnaufen zu können wird es nochmal flacher. Von Kilometer 13 bis Kilometer 26 und damit dem Fuschler Törl geht es dauerhaft im zweistelligen Prozentbereich bergan. Keine Gelegenheit zum Verschnaufen. Das wäre an diesem Tag ohnehin nicht möglich gewesen, da wir den Vespa Alp´s Day erwischt haben und uns die Straße nicht nur mit Autos, sondern auch noch mit ca. 600 Vespas teilen mussten. Das kann dann auf die Dauer doch ganz schön nervig sein und riechen tut´s auch nicht gut. Auch an diesem Tag hatten  wir herrliches Wetter, ganz anders als im Vorhinein erwartet,  war es am Gipfel nicht eisig kalt (die Straße war in der Woche zuvor noch wegen Schneefalls geschlossen) sondern mit gut 15 Grad fast schon wohlig warm. Knielinge waren auf jeden Fall nicht erforderlich, auch nicht zur anschließenden Abfahrt nach Heiligblut. Von dort aus musste noch der Iselsberg überwunden werden bevor wir  nach einer letzten Abfahrt am heutigen Tag Lienz unser Etappenziel erreichten. Heute so rechtzeitig, dass wir nach dem Duschen noch einen Cappuccino in der sehr schönen Lienzer Innenstadt genießen konnten bevor ein Gewitter aufzog.
Details der Strecke

 

Tag 3: Lienz – Grado (202 km – 1.500 hm)

Am letzten Tag der Tour stand nochmals eine Marathondistanz auf dem Programm. Es ging zuerst flach aus Lienz heraus, bevor der Gailbergsattel und anschließend der Plöckenpass, der die Grenze zwischen Österreich und Italien bildet, zu bezwingen waren. Der Plöckenpass stellte einen optisch äußerst tristen Übergang dar, der dafür allerdings im Anschluss mit einer wunderbaren Abfahrt punktet. Im Prinzip kann man sagen, dass  mit dem erreichen dieses Passes die wesentliche Hubarbeit der Adriatour bewältigt war. Von den 1.365 m an der Passhöhe ging es in einen langen Downhill (unterbrochen durch ein paar Wellen) bis auf Meereshöhe. Natürlich nahmen wir ein Bad in der Adria, bevor der Regen kam und wir von Dieter unserem Fahrer wieder sicher nach Hause chauffiert wurden.
Details der Strecke


Bilder der Tour
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