Radsportverein Moosburg e.V.
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Reutte - Riva 2006

 

5 Tage - 550 km - 11.000 Höhenmeter - 8 Pässe
 

Ein Traum vieler Sportler wurde für sieben Radler des RSV Moosburg Wirklichkeit: eine Alpenüberquerung mit dem Rennrad.
Lange vorbereitet und bis ins Detail geplant fiel der Startschuss am 22.07.06 in Reutte. In fünf Etappen ging es über 8 Alpenpässe nach Riva am Gardasee. Hahntennjoch, Timmelsjoch, Jaufenpass, Würzjoch, Grödnerjoch, Sellajoch, Karerpass und Mendelpass, ingesamt 11.000 Höhenmeter waren zu bewältigen.

Vorbereitung:

Anfangs wollten wir die Rennräder mit einem Anhänger transportieren. Da aber Gespanne auf den geplanten Pässen nicht zugelassen sind, wurden die Moosburger Radler kreativ - sie bauten einen Spezial-Radlständer der genau in den Gepäckraum eines Mercedes Sprinter Kleinbusses passt - der besonder Clou daran ist: er ist höhergelegt damit das Gepäck darunter verstaut werden kann. An dieser Stelle Dank an die Konstrukteure Kurt und Gerhard und die Fa. Ernst Pracher für das kostenlose Bereitstellen des Materials. Radlständer die Räder sind verstaut und Vereinskamerad Hans hatte sich bereit erklärt, die Truppe im Kleinbus zu begleiten, das Gepäck zu transportieren und als Versorgungsfahrzeug zu fungieren - der absolute Super-Service!

1.Etappe: von Reutte über das Hahntennjoch nach Imst und hinauf in das Ötztal nach Sölden

Die erste Etappe war mit 99 Kilometern und ca. 1900 Höhenmetern geplant. Nach dem Start in Reutte ging's bald hinauf zum Hahntennjoch (1.894 m), das nun nach der Deutschlandtour 2006 auch dem breiten Publikum bekannt ist. Nach der Abfahrt nach Imst ging's im Ötztal noch etliche 100 Höhenmerter hinauf nach Sölden, dem Etappenziel.

2.Etappe: von Sölden über das Timmelsjoch und Jaufenpass nach Sterzing

Die zweite Etappe wurde von allen als Königsetappe angesehen, geplant waren 94 Kilometer und ca. 2700 Höhenmeter. Nach dem Start in Sölden stand als erstes das Timmelsjoch (2.509 m) auf dem Programm. Um der Hitze zu entgehen wurde schon um 6:00 Uhr gestartet - ensprechend kühl war es dann auf der Passhöhe. Nach der wunderbar erfrischenden Abfahrt nach St. Leonhard kam der zweite Anstieg zum Jaufenpass (2.094 m) den Gerhard mit Bestzeit in nur 1,5 Stunden schaffte!

3.Etappe: von Sterzing über Würzjoch und Grödnerjoch nach Wolkenstein

Diese Etappe hat sich nachträglich als die eigentliche Königsetappe herausgetellt, es waren 116 Kilometer und ca. 3000 Höhenmeter zu bewältigen. Nach dem Start in Sterzing ging's zu früher Stunde auf der Bundesstrasse bei geringem Verkehr hinunter nach Brixen. Dort begann dann der längste Anstieg der Transalp hinauf zum Wüzjoch (1.987 m).

4.Etappe: von Wolkenstein über Sellajoch und Karerpass nach Kaltern

Heute ging es von Wolkenstein über 3 Pässe, insgesamt 103 km und 2200 Höhenmeter. Gleich nach dem frühen Start in Wolkenstein ging es in traumhafter Kulisse hinauf zum Sellajoch (2.240 m).
Nach der Abfahrt nach Canazei führte die Etappe am Rosengarten entlang, wo mit dem Karerpass (1.752 m) der letzte der Dolomitenpässe auf dem Programm stand.
Am idyllischen Karersee vorbei, hinunter nach Birchabruck und dann hinauf in den kräftigen Anstieg nach Deutschenhofen - kein Pass mit einem spezifischen Namen - ein "no-name" Pass. Die folgende Abfahrt hinunter nach Auer/Ora im Etschtal war dann der reine Genuss. Im Etschtal selbst herrschten Backofen-Temperaturen um 42 Grad, die den Fahrern für die Bergankunft im Etappenziel Kaltern/Nicola das Letzte abverlangte!

5.Etappe: von Kaltern über den Mendelpass nach Riva

Die letzte und zugleich längste Etappe begann gleich mit dem Anstieg auf den letzten Pass unserer Transalp, den Mendelpass (1.363 m). Insgesamt standen heute 136 km und nur noch 1300 Höhenmeter auf dem Programm. Vom Mendelpass aus fuhren wir über das Nonnstal hinunter nach Mezzocorona. Von dort aus weiter an Trento vorbei auf dem Radweg im heißen Etschtal bis nach Roverto. Der letzte kleine Anstieg über den Giovanni-Pass brachte uns nach Nago, mit dem herrlichen Ausblick auf unser Transalp-Ziel, den Gardasee.

 

Bilder der Tour
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