ein Bericht von Oliver Knott

die 2023er Alpentour ging vom 08.06.-12.06. von Pfunds nach Trento

Nach der Anreise mit den beiden alt bekannten gemieteten Bussen starteten wir gegen 10.00 Uhr in Pfunds. Auf dem Programm sollte heute der Anstieg nach Samnaun, so wie Ova Spin und der Ofenpass stehen. Die Betonung liegt auf "sollte", denn der eigentliche Plan konnte so leider nicht umgesetzt werden. Die Anfahrt nach Samnaun und auf der anderen Talseite wieder zurück verlief noch problemlos, jedoch wurde das Wetter im weiteren Verlauf, je weiter wir das Inntal Richtung Zernez hinauf fuhren immer schlechter, der Wind legte zu und erste Tropfen vielen vom Himmel. Nach einem etwas halbstündigen Aufenthalt im Schutz einer Tankstelle in Zernez entschieden wir uns dazu, die Räder in den Bussen zu verladen und das heutige Etappenziel motorisiert anzusteuern. 

 

Bilder vom ersten Tag gibt es hier zu sehen:


Am zweiten Tag ging es zuerst auf das Stilfserjoch, das wir fast alle auf dem Rad sitzend erreichten. Nur Peter ereilte das Pech und irgendwie verfing sich sein Schaltwerk kurz unterhalb des Gipfels in den Speichen und so erreichte er mit geschultertem Rad die rettenden Busse. Während wir uns auf unseren Rädern in die kilometerlange Abfahrt in Richtung Bormio stürzten, wurde Peter im Bus zu Tale befördert um sich gleich aufzumachen und ein Radgeschäft zwecks Reparatur aufzusuchen. Das sollte gelingen und das Bike war am nächsten Tag wieder fahrbereit. Alle anderen hatten noch zwei Anstiege zu bewältigen, den Passo di Guspessa, eine ausgehend im Addatal parallel zum Mortirolo verlaufende Verbindung, sowie den Passo dell´ Apricia der zurück zum Etappenort Tirano im Tal der Adda führt.  122 km, gespickt mit 3.300 hm waren heute zu bewältigen.

hier die Bilder des 2. Tages der Alpentour:


Wenig Kilometer, gespickt mit ausreichend Höhenmeter, so lässt sich der dritte Tag kurz beschreiben. Oder in einen Teil Italiens der vermutlich den meisten deutschen Touristen verborgen bleibt. Zuerst ging es erneut über den Bergkamm, über den sich auch der Mortirolo zieht. Diesmal noch weiter südlich als am Vortag. Der Passo del Vivione, immerhin 1.828 Meter hoch, dürfte in unseren Breiten ebenso unbekannt sein, wie der Passo della Presolana der das letzte Hindernis des Tages darstellte. Aber genau das macht Anstiege in dieser Gegend, den Bergamasker Alpen, die sich zwischen dem Comer- und dem Iseosee erstrecken, so reizvoll.

Bilder vom 3. Tag


Der vierte Tag der war geprägt vom Suchen unserer Busse. Das Malheur nahm seinen Lauf in einer Streckenführung die Busse und Radler trennte. Eine Abfahrt auf engsten Straßen war für unsere Busse nicht geeignet und auch ein Teil der Radler befand die Streckenwahl als grenzwertig für das Rennrad. So verabredeten sich die Radler mit den Bussen in einem Ort namens Breno – eigentlich nicht so schwierig, schließlich handelt es sich ja nicht um eine Großstadt -  das Problem dabei und das stellte sich erst später heraus, in Google Maps oder Navi des Autos eingegeben ergeben sich unterschiedliche Ziele und so warteten wir und warteten und warteten und auch nach mehreren Telefonaten war nicht klar wer sich wo befindet, vermeidlich alle an einem Ort, nur waren die Busse nicht zu sehen. Nach einer guten Stunde Zwangspause (die man im nach hinein betrachtet auch mit einer Mittagspause in einem Lokal hätte nutzten können) ging es weiter über den knapp 2.000 Meter hohen Goletto di Cadino zu unserem heutigen Ziel in der Nähe des Idrosee.

hier die Bilder:


Letzter Tag – auf Richtung Heimat. Los ging des nach Norden, über die Sella di Bondo, den Passo Duron zum Highlight des Abschlusstags, dem Monte Bondone. Hausberg von Trento, Skigebiet und schon mehrfach Gastgeber des Giro d` Italia. Über seine unzähligen Kehren ging es hinab nach Trento, wo wir die Räder in die Busse verluden und uns auf den Heimweg über die Brennerautobahn machten.

... und hier noch die BIlder: