ein Bericht von Oliver Knott
vom 29.06. - 01.06.2025 ging es von Traunstein zum Biathlonzentrum Pokljuka
Regenwetter und Stau bei der Anfahrt nach Traunstein, so begann die diesjährige Alpentour. Auf dem Weg zum Startort dachte malte ich mir aus wie ich gleich alleine auf dem Radl sitze und mich meine Begleiter für verrückt erklären und die erste Etappe per Bus in Angriff nehmen werden. Aber weit gefehlt, sechs von neun entschieden sich für dreckige Räder, Nässe von (erste einmal) unten und später auch von oben. Nachdem Start zog sich die Strecke über das hügelige Voralpenland in Richtung Bad Reichenhall und Berchtesgaden und über das Hischbichl nach Österreich. Nach der Abfahrt wurde es etwas trockener und es ging weiter auf der Hauptstraße Über Saalfelden und Dienten, vorbei am Hochkönig bis zu unserem Etappenziel in Bischofshofen wo erst einmal Körper- und besonders Radpflege angesagt war.
Noch nicht sonnig aber zumindest (einigermaßen) trocken starteten wir in den zweiten Tag, der uns über die Radstätter Tauern und die Nockalmstraße nach Döbriach am Millstätter See führte. Die Auffahrt auf der Tauernstraße war überschattet von extremem Autoverkehr. Wie sich herausstellte lag dies an einen Sperrung der Tauernautobahn und so wich der PKW Verkehr teilweise über die Landstraße aus. Also war kein kurbeln in ruhiger Umgebung angesagt. Als wir alle oben an der Passhöhe angekommen waren beruhigte sich der Verkehr zusehends und die Abfahrt war schon deutlich angenehmer, zumal nach den ersten Kilometern die dichte Bewölkung der Sonne Platz machte. Dies sollte sich nun auch für die nächsten zwei Tage nicht mehr ändern. Die Nockalmstraße mit ihren zwei Hochpunkten jeweils über der 2.000 Meter Grenze, bot gegenüber dem Tagesbeginn Entspannung pur. Das mag auch daran liegen, dass es sich um eine Mautstraße mit nicht ganz geringen Mautgebühren handelt.
Am dritten Tag der Alpentour stand ein kurzer Abstecher nach Slowenien auf dem Programm, bevor es zurück über die Grenze nach Ferlach bei Klagenfurt ging. Da das Gerücht umging der Wurzenpass sei sehr stark von PKW und LKW Verkehr befahren und durch die Steilheit sei die Luft von Brems- und Kupplungsgestank geschwängert, teilten wir uns auf. Nur Stefan und ich nahmen den Wurzenpass unter die Räder. Steil ja, extrem von Verkehr und Gestank belastet, nein. Allerdings machte uns einer unserer Busse sorge, bei Vollgas wollte dieser nur noch mit etwa 20 km/h bergauf fahren und auch auf der Ebenen waren nicht mehr als 60 drin. Als wir uns zur Pause in Kranjska Gora trafen, halfen viele Blicke in den Motorraum und so viel Tom auf, dass ein Schlauch vom Turbolader abgegangen ist. Mit Kabelbinder wurde dieser wieder fixiert und so ging die Fahrt auch für unseren Bus weiter. Über den Loiblpass steuerten wir unser heutiges Ziel in Ferlach an.
Der letzte Tag stand im Zeichen der Hitze. Schon die Morgentemperaturen waren mehr als angenehm und im Tagesverlauf solle es eine schweißtreibende Angelegenheit werden. Von Ferlach ging es zuerst in östliche Richtung und zunehmend auf sehr einsamen Straßen bis wir den Seebergsattel erreichten. Dieser stellt neben dem Grenzübergang an der Passhöhe offensichtlich auch ein Eldorado für Motorradfahrer dar die die weiten Serpentinen für ihren Spaß nutzen. Allerdings sind auch da einige wenige hirnlose Biker unterwegs, die der Ansicht sind ein halber Meter Abstand sei beim Überholen vollkommen ausreichend. Nach der rasenden Abfahrt standen noch einige Kilometer auf ebener Strecke an, bevor bei Bled der letzte Anstieg zum ca. 1.300 Meter hoch gelegen Biathlonzentrum Pokljuka startete. Kleinere Probleme brachte dann noch die Heimfahrt mit sich. Ein gebrochener Auspuff ließ sich Gott sei Dank mit Kabelbinder fixieren, so dass der Weiterfahrt nichts im Wege stand.






































































