ein Bericht von Oliver Knott

Vom 15.06. - 19.06.2022 ging es vom Brennerpass nach Huben

Nach einer Corona Zwangspause rollt  der Alpentour-Tross wieder los. Die Tour wurde im Winter 2019/2020 geplant und musste dann wegen der Folgen der Pandemie auf erst mal ungewisse Zeit verschoben werden. Im Jahr 2022 war es dann soweit und die Planung konnte wieder aus der Schublade gezogen und in die Tat umgesetzt werden. Wenn gleich Corona noch nicht vollständig überwunden war (in der Woche vor unserer Tour erwischte mich der Virus erneut) starteten wir am 15.06. mit unseren gemieteten Bussen in Richtung Brenner. Doch schon da kam es zu einer ersten Planänderung, oben am Pass war es nass und so verlegten wir kurzerhand den Start nach Sterzing. Von dort aus ging es über das Penserjoch nach Bozen und auf die östlich Seite der Brennerautobahn über den Passo di Lavaze nach Cavalese zu unserer ersten Unterkunft.

 

Die Fotos des ersten Tages sind hier zu sehen:


Von Cavalese nach Fiera di Primiero sollten wir so einiges erleben. Es ging zuerst auf den Passo Manghen, der für Fahrzeuge mit über 7 Meter Gesamtlänge gesperrt ist. Unser XXL Sprinter hatte laut Fahrzeugschein eine Länge von 6,99 Meter, also kein Problem. Oben auf der Passhöhe machten uns einige Motorradfahrer darauf aufmerksam, dass die Abfahrt auf der Südseite gesperrt sei. So entschieden wir uns die Busse zurück und auf anderem Wege in das heutige Etappenziel zu schicken und wir Radler setzten unsere geplante Strecke fort. In einer Kehre der Abfahrt sahen wir das Malheur, ein LKW der für den Radius der Kurve zu lang war und stecken blieb. Wir konnten in der Wiese passieren und weiter ging die Abfahrt. Nach dem Passo Forcella und oben auf dem Passo Broncon dann die nächste Blockade – strada chiusa -. Also umdrehen und auf demselben Weg wieder zurück um den letzten Pass des heutigen Tages zu umfahren und so zu unserem heutigen Ziel zu kommen.

 

hier die BIlder des heutigen Tages


Am dritten Tag ging es über insgesamt vier Pässe, drei davon sollten die 2.000 m Grenze überschreiten. Der Passo Rolle war der erste, gefolgt vom Passo di Valles und dem Passo di Feddaia auf dessen Teer noch deutlich sichtbar war, dass erst vor kurzem der Giro d´Italia hier drüber ging. Als letzter war der Passo di Pordoi u bezwingen den ich im Rahmen des Maratona dles Dolomites schon mehrfach anders herum befahren bin.

 

hier die Bilder des heutigen Tages:


Neuer Tag, neuer Plan. Anstelle von Arraba wieder in südliche Richtung zu fahren planten wir die Strecke um, denn es war der letzte Tag der bayerischen Pfingstferien und so befürchteten wir auf der Heimreise in der Blechlawine auf der Brennerautobahn zu stehen. Neues Ziel Hausen (zwischen Lienz und Matrei). Es ging also zuerst über den Passo Campolongo, Alta Badia, La Villa das Tal hinaus bis Zwischenwasser um dort nach Osten abzubiegen und über den Furkelpass in Antholzer Tal zu gelangen. Das Tal immer weiter hinauf, am Biathlonstadion vorbei über den Stallersattel zurück nach Österreich. Nun nur noch eine Abfahrt und dann hieß es die Räder in unsers Sprinter verladen, notdürftig am Straßenrand waschen und Stau frei ab nach Hause. 

hier die Bilder des letzten Tages: